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Veränderte Arbeitswelt – Neue Aufgaben für Führungskräfte

Mit dem vielfach beschriebenen und wissenschaftlich untersuchten Wandel der Arbeitswelt haben sich die Arbeitsanforderungen an die Beschäftigten und damit auch die Arbeitsbelastungen und -beanspruchungen verändert. Durch technologische Innovationen und verbesserte Arbeitsverfahren wurden physische Belastungen und Beanspruchungen stark verringert. Zugleich sind aber in vielen Arbeitsbereichen die Anforderungen an das psychische Leistungsvermögen der Beschäftigten gestiegen.Damit rücken arbeitsbedingte psychische Fehlbelastungen stärker in den Blickwinkel des Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Sie müssen auch in der Diskussion über Produktivitätsentwicklung und wirtschaftliche Erfolgsfaktoren berücksichtigt werden.Denn ebenso wie körperliche wirken sich auch psychische Fehlbelastungen nicht nur negativ auf die Gesundheit der Arbeitnehmer aus, sondern auch auf den Erfüllungsgrad der Leistungs- und wirtschaftlichen Ziele der Unternehmen. Jeder weiß es: Der Unternehmenserfolg hängt von den Mitarbeitern ab. Sie sind die wichtigste Ressource. Führung und Management sind so gut, wie es ihnen gelingt, die Arbeit der Mitarbeiter auf den Unternehmenserfolg auszurichten – nicht nur die Arbeit des Einzelnen, sondern besonders auch die Zusammenarbeit der Mitarbeiter.

Wichtige Humanfaktoren für den Unternehmenserfolg sind:

  • anforderungsgerechte Qualifikation,
  • psychische und physische Gesundheit,
  • hohe Motivation,
  • anforderungsgerechte soziale Kooperation/gegenseitige Unterstützung,
  • effektive und effiziente Kommunikation.

Weil sich gegenwärtig die Märkte und das gesamte Umfeld der Unternehmen – damit auch die Anforderungen an ihre Mitarbeiter – sehr schnell verändern, ist die Pflege und Entwicklung der Humanfaktoren eine besonders anspruchsvolle Aufgabe geworden, die eine hohe Professionalität, persönliche Führungskompetenz und erheblichen Kapazitätseinsatz erfordert. In vielen Unternehmen sind (zunehmend auch die psychische) Gesundheit, Motivation und Kommunikation der Mitarbeiter und Führungskräfte als Potentiale der Produktivitätsentwicklung gefährdet. Prävention wird in diesem Zusammenhang eine immer wichtigere Führungsaufgabe.

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