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Evaluation

Evaluation hat primär das Ziel, praktische Maßnahmen zu verbessern, zu legitimieren, oder über sie zu entscheiden. Sie ist ziel- und zweckorientiert. Grundlage von Evaluation ist eine systematisch gewonnene Datenbasis über Voraussetzungen, Kontext, Prozesse und Wirkungen einer Maßnahme. Evaluation beinhaltet eine bewertende Stellungnahme, d. h. die methodisch gewonnenen Daten und Befunde werden auf dem Hintergrund von Wertmaßstäben unter Anwendung bestimmter Regeln bewertet.

Evaluation bezieht sich auf einzelne Bereiche geplanter, durchgeführter oder abgeschlossener Maßnahmen. Sie zielt also in der Regel nicht auf die Bewertung des Verhaltens einzelner Personen, sondern ist Bestandteil der Entwicklung, Realisierung und Kontrolle planvoller Personalpolitik.

Es können unterschiedliche Modelle eingesetzt werden. So bezieht sich die praxisorientierte Evaluation auf die konkrete Verbesserung eines Ist-Zustandes, die entwicklungsorientierte Evaluation wird zur Auswahl bzw. Optimierung von Hilfsmitteln herangezogen und die theorieorientierte Evaluation ist mehr auf Erkenntnisgewinn ausgerichtet.

Der Begriff "Evaluation" stammt aus dem Englischen und kann mit "Bewerten", bzw. "etwas einen Wert beimessen" übersetzt werden. Obwohl eine eindeutige Definition des Begriffs nicht vorliegt, so besteht doch weitgehende Übereinstimmung, dass unter Evaluation eine systematische Erfahrungsaufbereitung mit dem Ziel der Bewertung von Handlungsalternativen und einer daraus abgeleiteten Verhaltensänderung verstanden wird.

Der Evaluation von Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung kommt eben jener Stellenwert zu, den im Unternehmen aus betriebswirtschaftlicher Sicht das Controlling einnimmt. Beide Instrumente dienen einer ergebnisorientierten Steuerung durchgeführter Maßnahmen durch Planung, Kontrolle und Information.

Bereiche der Evaluation

Strukturevaluation

Die Strukturevaluation (oder auch Kontext- und Zielevaluation) konzentriert sich im wesentlichen auf die Bestandsaufnahme und Bewertung der Rahmenbedingungen eines Programms. Ebenso können hier die zur Verfügung stehenden Ressourcen mit in die Bewertung eingehen.

Prozeßevaluation

Prozeßevaluation sorgt für eine periodische Rückmeldung der Informationen während der Ein- und Durchführung eines Programms. Im Mittelpunkt der Analyse stehen die mit dem Programm verfolgten Effekte.

Ergebnisevaluation

Die Ergebnisevaluation (auch Output-, Transfer- oder Produktevaluation) stellt Informationen über die Zielerreichung bereit oder vergleicht verschiedene Maßnahmen bezüglich ihrer Beiträge zur Zielerreichung.

Steuerung

Alle Schritte der Evaluation werden durch den Arbeitskreis Gesundheit in die Wege geleitet. Der Arbeitskreis definiert in Zusammenarbeit mit dem Evaluator die Zielkriterien und diskutiert die Ergebnisse.

Die so gewonnenen Erkenntnisse werden zur Nachsteuerung bzw. Verbesserung der eingesetzten Maßnahmen in der betrieblichen Gesundheitsförderung herangezogen.

Der Lernzyklus

Die Evaluation der Summe aller Einzelmaßnahmen, die in der Gesundheitsförderung einbezogen werden, stellt die Grundlage der Qualitätssicherung des Gesundheitsförderungsprogrammes dar.

Grafik Lernzyklus Gesundheitsmanagement
Foto: @ RKW

Nur Programme, die diesem Lernzyklus folgen bieten dauerhaft die Chance, dass ein Betrieb ein "gesundes" Unternehmen bleibt, das auf der Grundlage einer engen Kooperation zwischen Unternehmensleitung und motivierten, leistungsbereiten Mitarbeitern ständig seine Produktivität und die Qualität seiner Produkte weiterentwickelt.

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