Hessen
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Flexible und zugleich mitarbeiterorientierte Arbeitszeit – ein Widerspruch?

  • Karin Batz (INOSOFT AG): „Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser“
  • Corinna Jaeger (Institut für angewandte Arbeitswissenschaft): „Flexibles Schichtsystem in der Produktion – ein betriebliches Beispiel“

Moderation: Simone Back (RKW Hessen), Gabriele Gusia (RKW Kompetenzzentrum)

Vorträge und Diskussion

Der von Simone Back (RKW Hessen) und Gabriele Gusia (RKW Kompetenzzentrum) moderierte Workshop thematisierte die Schwierigkeit, die richtige Balance zwischen der betrieblichen und der Flexibilität der Mitarbeiter herzustellen. Im Vordergrund der Diskussion standen zwei Praxisbeispiele:

Karin Batz, Vorstandsmitglied der INOSOFT AG, stellte ihr Modell der Vertrauensarbeitszeit vor. Das kleine Unternehmen mit 60 Mitarbeitern ist stark durch die Anforderungen der Kunden geprägt. Um auf diese flexibel reagieren zu können, wird mit Vertrauensarbeitszeit gearbeitet. Dies bietet auch Freiräume für die persönlichen Interessen der Mitarbeiter. Um jedoch die Mitarbeiter vor Überlastung zu schützen, wurde ein Modell entwickelt, das umrahmt wird von einem Arbeitszeitkonto.

Corinna Jaeger vom Institut für angewandte Arbeitswissenschaft (ifaa) stellte ein weiteres Praxisbeispiel vor. Thema hier war die Frage, wie auch Schichtsysteme so gestaltet sein können, dass sie die notwendige Flexibilität für beide Seiten herstellen. Eine Möglichkeit ist zum Beispiel der Einsatz verschiedener bereits ausgefertigter Schichtpläne.

Die Diskussion zeigte, dass es viele verschiedene Ansätze gibt, Flexibilität zu erreichen. Die Balance zwischen betrieblicher Flexibilität und der für die Mitarbeiter zu finden ist dabei mit Schwierigkeiten versehen. So wurde auch das Modell der Tele-Heimarbeitsplätze nur unter bestimmten Voraussetzungen und mit gut abgestimmten Regelungen als für beide Seiten sinnvoll erachtet. Bei allen flexiblen Lösungen, die unbestritten viele Vorteile bieten können, ist es die Aufgabe der Führungskräfte, die Arbeitszeiten der Mitarbeiter zu kontrollieren und auf eine Überforderung der Mitarbeiter zu achten.

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